RENAULT ESPACE: 30 JAHRE INNOVATION
Anrisstext: 

Der Geburtstagskuchen für den Renault Espace müsste riesig sein: In 30 Jahren baute Renault mehr als 1,45 Millionen der Grossraum-Limousine.

Mit dem Renault Espace kam vor 30 Jahren ein Fahrzeug auf die Strasse, das mit seinem innovativen Konzept zahlreiche weitere Entwicklungen auslöste. Ob kleiner und kompakter oder grösser, veränderten diese das Strassenbild in den vergangenen Jahrzehnten nachhaltig.

Dabei war der Anfang alles andere als einfach, weder vom industriellen noch vom kommerziellen Standpunkt her. Wie bei den meisten neuen Konzepten brauchte auch der Espace etwas Zeit, um sich seinen Platz in einem fest etablierten Umfeld zu sichern. Die Qualitäten aber überzeugten: Die Originalität, die Vielseitigkeit, das Platzangebot, der modulare Innenraum, kombiniert mit dem Fahrkomfort einer Limousine, konnten sich als eigenständiges Fahrzeugkonzept durchsetzen. Das neue Segment der europäischen Grossraumlimousinen etablierte sich.

Renault entwickelte den Espace in der Folge konsequent und in allen Bereichen weiter. Diese Innovationen waren in jeder Phase Teil dessen, was den Espace zu einem aussergewöhnlichen und eigenständigen Fahrzeug macht; zu einem Modell, das in seinem Segment bis heute die Referenz darstellt.


RENAULT ESPACE I: DER PIONIER
PHASE 1: 1984-1988 – PHASE 2: 1988-1991

Sieben Erwachsene reisen auf drei Sitzreihen, mit viel Komfort und Dynamik (über 175 km/h auf dem Rundkurs) bei nur 4,25 m Länge: Das ist 1984 vollständig neu, das ist der Renault Espace.

Gezielte Modellpflege bis hin zum Allradantrieb
1988 folgte die erste Überarbeitung des Espace: Die neu gestalteten Front- und Heckpartien gaben sich nun weniger kantig. Stossfänger und Spoiler wurden entsprechend angepasst. Der bereits vorbildliche Luftwiderstandsbeiwert (cW 0,34) sank auf nur noch 0,32. Die verlängerten Karosserieüberhänge kamen dem Platzangebot zugute, und eine weiter verbreiterte Heckklappe erleichterte den Zugang zum Gepäckabteil nochmals.

Im selben Jahr bereicherte die erste Variante mit permanentem Allradantrieb das Modellprogramm. Eine aus leichtem Verbundwerkstoff hergestellte Kardanwelle übertrug die Kraft des 2,2-Liter-Motors auf die direkt vor dem hinteren Differenzial angebrachte Visco-Kupplung. Diese verteilte das Drehmoment je nach Fahrsituation und Strassenzustand auf die Vorder- und Hinterräder.

Produktion
Projektname von Renault:  J11. Markteinführung: Juni 1984.
Gesamtproduktion:   191'674 Fahrzeuge
Verkauf Schweiz:  12‘842 Fahrzeuge
Produktionsstandorte:  Matra-Werk in Romorantin
Alpine-Werk in Dieppe (zusätzlich, ab 1988)

Karosserie
Metallstruktur, Glasfaser- und Polyester-Werkstoffe

Abmessungen
Gesamtlänge:   4,25 m (Phase 1, Benziner) – 4,36  m (Phase 2)
Gesamtbreite:   1,78 m
Gesamthöhe:    1,66 m bis 1,72  m (Quadra Phase 2)
Radstand:    2,58 m.

Motoren
Benzinmotoren
1995 cm3 Benziner   mit 110 PS (danach mit 103 PS und 120 PS)
später: 2165 cm3   mit 110 PS.
Dieselmotor
2068 cm3    Turbodiesel mit 88 PS

Fahrwerk
Vorderachse des Renault Fuego

Besondere Versionen
- TSE mit drehbaren Vordersitzen
- Quadra mit permanentem Allradantrieb (1988)
- Option: Hinterachse mit Luftfederung (1990)

Aus dem Geschichtsbuch
«Das Wort «Monospace» fand Eingang in den französischen Dictionnaire»
«Das ab 1985 erhältliche Top-Modell 2000-1 lehnt sich mit einem Augenzwinkern an den Film 2001: Odyssee im Weltraum (2001: A Space Odyssee) von Stanley Kubrick

© Photographe inconnu (Photographer unknown) / Droits réservés

RENAULT ESPACE II: 1991-1996 - UNTERWEGS IN RICHTUNG OBERKLASSE


© Dingo

Aufbruch mit grösseren Abmessungen und neuen Ambitionen. Mit dem Espace II führt Renault die neue «Oberklasse zum Leben» ein.

Auf die Revolution folgt die Evolution: 1991 trat der neue Renault Espace das Erbe des ersten Modells an – aber er war nun nicht mehr allein. Nachdem Renault die «Van-Welle» in Europa eingeleitet hatte, boten jetzt immer mehr Hersteller eigene Modelle ähnlicher Bauart an. Im zunehmend wichtigeren Markt der europäischen Grossraumlimousinen wollten alle Hersteller präsent sein und dem Erfinder die Führungsposition streitig machen.

Die neue Espace Generation ging diesem Trend wiederum mit überzeugenden Innovationen voran. Neue Tugenden ergänzten die bisherigen Stärken. So setzten Renault und der Fertigungspartner Matra weiter auf das einzigartige Konzept der Kunststoffkarosserie, die über einen Rahmen aus galvanisiertem Stahl aufgebaut wurde. Die aerodynamischere, um 18 Zentimeter verlängerte Karosserie bot zusätzliches Volumen im Innenraum. Das Plus an Platz kam insbesondere der Kniefreiheit der Passagiere in der dritten Sitzreihe zugute.

Viele Neuerungen steigern den Komfort
Auch unter der widerstandsfähigen Karosserie gab es Neues: Zur deutlich verbesserten Serienausstattung gehörten nun so angenehme Dinge wie Servolenkung, Scheinwerferwaschanlage, Dachträger, Zentral¬verriegelung, elektrische Fensterheber vorn und ein Audiosystem mit sechs Lautsprechern. In den exklusiveren Ausstattungsvarianten gesellten sich noch eine Fernsteuerung der Zentralverriegelung, Picknick-Tische und eine noch vielseitigere Sitzverstellung dazu. Zudem liessen sich fortan auch die hinteren Einzelsitze des Espace um 180 Grad gedreht einbauen und in Längsrichtung verstellen. Serienmässige Dreipunktgurte für alle äusseren Sitzplätze verbesserten die passive Sicherheit.

Zudem ergänzte Renault seine Antriebspalette: Sowohl der 2,2-Liter-Benziner als auch die neue Top-Motorisierung, ein Sechszylinder mit 110 kW/150 PS, waren mit elektronischer Benzineinspritzung und Abgasreinigung per Drei-Wege-Katalysator ausgerüstet.


In Verbindung mit dem V6 bot Renault optional ein Automatikgetriebe an, das beim Spitzenmodell jedoch schon bald zum serienmässigen Lieferumfang gehörte. Für den kostenbewussten Vielfahrer ergänzte weiterhin der bewährte Zweiliter-Turbodiesel das Angebot. Das 79 kW/107 PS starke 2,2-Liter-Modell gab es auf einigen europäischen Märkten wahlweise auch wieder mit Allradantrieb.

Es war nicht zuletzt der souveräne 2,8-Liter-V6-Motor, der dem Espace den Spitzenplatz unter den Grossraumlimousinen sicherte. Mit einer Höchst-geschwindigkeit von 193 km/h und einem Drehmoment von 225 Nm, das er bereits bei 2’500/min mobilisierte, setzte der Espace wieder einmal die Referenz in diesem Segment.
Die Resultate blieben nicht aus und der Espace setzte seinen Erfolgskurs fort. Im Juli 1996, kurz vor der Ablösung durch die dritte Generation, lief im Werk Romorantin das 500’000ste Fahrzeug vom Band. Nach insgesamt 316'518 Fahrzeugen fiel der Vorhang für den Espace der zweiten Generation. Hinter der Bühne wartete ein neuer Espace, um an den grossen Erfolg anzuknüpfen.

Produktion
Projektname von Renault:  J63 (Premiere am Automobilsalon Genf 1991)
Gesamtproduktion:   316'518 Fahrzeuge
Verkauf Schweiz:  18‘200 Fahrzeuge
Produktionsstandorte :  Matra-Werk in Romorantin
Alpine-Werk in Dieppe

Karosserie
Verbundwerkstoffe (SMC, Sheet moulding Compound).

Abmessungen
Gesamtlänge :   4,43 m
Gesamtbreite :   1,69 m bis 1,71 m, je nach Version
Radstand:    2,58 m

Motoren
Benzinmotor
2165 cm3    mit 110 PS
2849 cm3    V6 mit 153 PS
Dieselmotor
2068 cm3    mit 88 PS

ahrwerk
VRENAULT ESPACE III: DIE ERFOLGSGESCHICHTE
PHASE 1: 1996-2000 - PHASE 2: 2000-2002

Zwölf Jahre nach der Einführung des ersten Modells wächst nicht nur das Segment rasant an. Auch die Mitbewerber holen auf. Grund genug für Renault, mit der dritten Generation des Espace wieder einen Sprung nach vorn zu machen - wobei der Grand Espace mit verlängertem Radstand einen wichtigen Beitrag leistete.

Futuristisch wirkte der aktuelle Renault Espace nicht nur bei seinem Debüt auf dem Automobilsalon von Paris 1996. Die weiterhin erfolgreichste Grossraumlimousine Europas galt auf allen Märkten als Musterbeispiel für gelungenes Interieur- und Exterieur-Design: Ihre sanft ansteigende Gürtellinie vermittelte den Eindruck von sportlicher Dynamik. Die Aussenspiegel mit integriertem Frischlufteinlass für den Innenraum sahen nicht nur attraktiv aus, sondern waren auch noch überaus funktionell. Die beiden gegen Aufpreis erhältlichen vor- und zurückschiebbaren Hälften der Dachgalerie liessen sich zu einem eleganten Spoiler am Dachende zusammenfassen. Und auch die Heckpartie bot mit ihrem eleganten Design ein ansprechendes Bild.

Intelligente Innenraumgestaltung
Im Innern setzte der Espace weiterhin den Massstab in seiner Klasse. Ein Info-Display, das unter einer sanft geschwungenen Abdeckung mittig auf dem futuristischen Armaturenbrett platziert wurde, ersetzte die konventionelle Instrumententafel. Die Bedienung der auf Fahrer- und Beifahrerseite getrennt regelbaren Heizung wanderte jeweils nach aussen in die Nähe der Seitenfenster. Den gewonnenen Raum, der durch den Wegfall der nicht benötigten Mittelkonsole entstand, füllte die so genannte «Megabox» aus: ein zentrales Ablagefach mit fast 35 Liter Volumen, das auf Wunsch durch eine horizontale Ablage nochmals unterteilt werden konnte und in einigen Modellversionen sogar von der Klimaanlage gekühlt wurde.

An Ablagen mangelt es im Espace der dritten Generation ohnehin nicht. Insgesamt 100 Liter Stauvolumen stellten die diversen grossen und kleinen Fächer in den Türen oder unterhalb der Vordersitze für Kleinteile oder Accessoires bereit.

Trotz seiner kompakten Aussenabmessungen – mit einer Länge von 4,52 Metern war der Renault Espace deutlich kürzer als manche Mittelklasse-Limousine – verblüffte die Grossraumlimousine mit einem noch grosszügigeren Innenraum. Des Rätsels Lösung verbarg sich auch unter der Motorhaube: Erstmals wurden die Antriebs-Aggregate im Espace quer zur Fahrtrichtung eingebaut. Auf diese Weise verbesserten sich nicht nur die Platzverhältnisse, sondern auch die passive Sicherheit.

Geräumig und flexibel wie kein anderer
Auch in punkto Flexibilität des Innenraums wartete der besonders variable Espace mit ungewöhnlichen Lösungen auf. Dank den neuen, auf Wunsch lieferbaren Vario-Schienen konnten die hinteren Multifunktions-Einzelsitze stufenlos in nahezu jede gewünschte Position vor- und zurückgeschoben werden. Besass bereits die Basisversion als Siebensitzer ein Stauvolumen von bis zu 510 Litern, so erhöhte sich die Kofferraumkapazität bei der Ausstattung mit fünf Sitzplätzen auf bis zu 1’450 Liter. Wurden alle hinteren Einzelsitze ausgebaut, standen maximal 2’850 Liter Stauraum zur Verfügung.

Noch grösseren Raumbedarf erfüllte der 27 Zentimeter längere Grand Espace, den Renault 1998 einführte. Er bot auch als Siebenplätzer einen Stauraum von mindestens 510 Liter, der sich bei Bedarf auf bis zu 3’075 Liter ausweiten liess.

Besondere Qualitäten bewies die neue Espace Generation auch in der passiven Sicherheit. So schützten adaptive Fahrer- und Beifahrer- sowie Kopf-/Brust-Seitenairbags und pyrotechnisch ausgelöste Gurtstraffer die vorn sitzenden Insassen. Zusätzlich profitierten im Notfall insgesamt sechs Passagiere vom innovativen Rückhaltesystem PRS II. Dieses umfasste sowohl Gurtstopper als auch Gurtkraftbegrenzer. Auf allen sieben Plätzen waren vollwertige Dreipunktgurte verfügbar. Hinzu kamen ab Werk integrierte Haltevorrichtungen für Isofix-Kindersitze.

So war es auch nicht verwunderlich, dass der Renault Espace als beste Grossraum-Limousine seiner Generation den Euro NCAP-Crashtest mit vier von zu diesem Zeitpunkt möglichen vier Sternen absolvierte. Die unabhängigen Prüfer attestierten dem Begründer des europäischen Grossraumlimousinen-Segments Bestwerte beim Frontal- und Seitencrash.

Auch die Kunden registrierten die vielfältigen Qualitäten: Mit insgesamt 365’200 Fahrzeugen markierte die dritte Generation einen neuen Espace-Produktionsrekord.


RENAULT ESPACE III: DIE ERFOLGSGESCHICHTE
PHASE 1: 1996-2000 - PHASE 2 : 2000-2002

Produktion
Projektname von Renault:  J66
Anzahl Fahrzeuge:   365’200
Verkauf Schweiz:  15‘438 Fahrzeuge
Produktionsstandorte:  Matra Werk in Romorantin
Renault Werk in Dieppe.

Abmessungen
Gesamtlänge:    4,52 m (kurze Version), 4,79 (lange Version)
Gesamtbreite:   1,81 m
Gesamthöhe:    1,69 m bis 1,77 m (mit Dachreling)
Radstand:    2,70 m (kurze Version), 2,87 m (lange Version)

Wichtigste Motorisierungen (vorne quer eingebaut)
Benzinmotoren 1998 cm3    mit 115 PS (8 Ventile)
mit 140 PS (16 Ventile) manuell oder Automat
2963 cm3    V6 mit 170 PS (Automat), V6 24V mit 194 PS/ 204 PS Dieselmotoren
1870 cm3 dTi    mit 100 PS 2193 dT (12 Ventile)   mit 110 PS 2188 cm3  dCi (16 Ventile)  mit 115 / 130 PS

Karosserie
Verbundwerkstoffe, Motorhaube aus Stahlblech

Besondere Modelle
- V6 Automatik mit Schaltung am Lenkrad
- Luftfederung

Aus dem Geschichtsbuch
«An den 24 Stunden von Le Mans 1998 taucht er als Spider auf» ©photographe inconnu / droits réservés


RENAULT ESPACE IV
Phase 1: 2002-2006 – Phase 2: 2006-2010  - Phase 3: 2010-2012 – Phase 4: 2012…
ZEITLOS, UND IMMER AUF DEM NEUSTEN STAND
Bis zu 7 m2 verglaste Fläche – wovon 2,46 m2 als transparentes Dach –  stehen für 100% Renault. Die neuste Innovation eines ebenso erstaunlichen wie zeitlosen Konzepts…

©Patrick Curtet / Publicis Events France

Produktion
Projektname von Renault:   X81
Produktion:     372'692 bis Ende 2013
Verkauf Schweiz:   14‘576 Fahrzeuge bis Ende April 2014
Produktionsstandort:    Renault Werk in Sandouville

Plattform
Laguna II - Vel Satis

Abmessungen
Gesamtlänge:    4,66 m (kurze Version) 4,86 m (lange Version)
Gesamtbreite:   1,86 m
Gesamthöhe:    1,72 m bis 1,78 m
Radstand:    2,80 m (kurze Version) - 2,87 m (lange Version)

Karosserie
Stahlblech und Leichtmetall (Alu)


Wichtigste Motoren
Benzinmotoren
1998 cm3  Saugmotor mit 140 PS und Turbo mit 165, dann 170 PS
3498 cm3 V6 mit 245 PS
Dieselmotoren
1870 cm3   mit 115 ch, 1995 cm3 dCi  mit 130 und 150 PS (6-Gang)
und 175 PS (6-Gang oder Automat)
2188 cm3   mit 150 PS (6-Gang oder Automat)
2958 cm3  V6 mit 180 PS (Automat)
2993 cm3  V6 mit 235 PS (Automat).

Besondere Versionen
25 Jahr-Modell, Alyum, V6 Initiale.

Aus dem Geschichtsbuch
«Fahrzeug für die Stars am Filmfestival in Cannes»
«Ab 2012 im neuen Marken Design von Renault»

*  *  *

«De Espace ist wahrscheinlich das Fahrzeug, das die Innovationskraft und das Image von Renault in der Oberklasse am stärksten zum Ausdruck bringt. Mit der Erfindung neuer Automobil-Konzepte und dem Beschreiten neuer Wege nimmt Renault die Erwartungen des Marktes gerne voraus. Mit dem 30-jährigen Bestehen zeigt der Renault Espace, dass Innovation zu Gunsten des Kunden von zeitlosem Erfolg gekrönt ist. Renault Espace steht für eine einzigartige Saga. Und die Fortsetzung folgt…».

Philippe Brunet – Directeur du programme D/E Renault


Philippe Brunet – Directeur du programme M2S Renault

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